26. Januar 2012
Ägypten: Keine Angst vor Islamismus?
Ägypten: „Respekt vor einem demokratisch gewählten Parlament“
Die Gefahr durch Islamisten in Ägypten sollte nicht überbewertet werden. Das meint einen Tag nach der ersten
Sitzung des neuen Parlamentes in Kairo Joachim Schroedel, Seelsorger der deutschsprachigen Gemeinde dort.
Man sollte der neuen Volksvertretung „eine Chance geben“, schließlich sei sie „demokratisch gewählt“ worden,
erinnert Schroedel im Interview mit Radio Vatikan.
Er pflichtet damit dem koptisch-katholischen Bischof Kyrillos Kamal William Samaan bei, der in einem Interview
jüngst auf die bestehenden Kooperationen zwischen Christen und Muslimbrüdern in Ägypten verwiesen hatte.
Bei den Parlamentswahlen - den ersten seit Ausbruch der Revolution vor genau einem Jahr - hatten die Islamisten
rund 70 Prozent der Stimmen gewonnen: die als gemäßigt geltenden Muslimbrüder 45 Prozent, die radikalen
Salafisten etwa 25 Prozent.
Den Weg in die Demokratie sieht Seelsorger Schroedel damit nicht gefährdet.
(Quelle: Radio Vatikan)




