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Rom: Beratungen über die Piusbruderschaft

am 16. Mai 2012.

Rom: Beratungen über die Piusbruderschaft

Die Glaubenskongregation hat vergangenen Mittwoch über die Piusbruderschaft beraten

Bei der ordentlichen Sitzung des Gremiums sei es auch um die traditionalistische Bruder-
schaft gegangen, insbesondere um das Antwortschreiben des Oberen, Bernard Fellay, 
vom 
17. April 2012

Das teilte das Presseamt des Heiligen Stuhles im Anschluss an die Sitzung mit. Dazu habe
die Glaubenskongregation einige Beobachtungen formuliert, die in die weiteren Gespräche
mit der Bruderschaft mit einfließen würden, heißt es in der Vatikanmitteilung weiter.

Der Fall der drei Mitbischöfe Fellays werde im Folgenden „separat und im Einzelnen" 
behandelt werden, so die Mitteilung weiter. Die drei Bischöfe sollen versucht haben, 
ihren Oberen von einer Einigung mit dem Vatikan abzuhalten. 
Das geht aus einem in diesen Tagen per Indiskretion veröffentlichten Briefwechsel hervor,
der durch die Medien ging.

Das Ergebnis der Beratungen werden am Freitag über den Präfekten der Kongregation,
Kardinal William Levada, an den Papst überbracht, berichtete die Katholische Nachrichten-
agentur KNA an diesem Mittwoch.
Benedikt XVI. muss dann über eine mögliche Wiedereingliederung der Priesterbruderschaft
St. Pius X. in die katholische Kirche entscheiden. 

Wann und wie der Papst dazu entscheiden wird, ist offen.

An den Beratungen der Glaubenskongregation nahmen an diesem Mittwoch auch der
Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller, der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph
Schönborn und der Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch teil; alle drei sind Dogmatiker
und gehören der Glaubenskongregation als Berater an.

(Quelle: Radio Vatikan/kna)