Ehe, Sexualität und Fortpflanzung dürfen nicht getrennt werden
s. Anzeige in der FAZ vom 12.01.2007 , Seite 6
Ehe, Sexualität und Fortpflanzung
Die Verirrungen der Gegenwart und ihre katastrophalen Folgen machen jedem einsichtigen Menschen die Notwendigkeit der Rückkehr zu einer am Naturrecht orientierten humanen Ordnung klar, einer Ordnung, die mit der Vernunft erkennbar ist und von der katholischen Kirche gelehrt wird:
• Ehe, Sexualität und Fortpflanzung gehören nach der Schöpfungsordnung zusammen.
• Sexualität, die von der Fortpflanzung getrennt wird, verkommt auf Dauer zu einem Konsumartikel und macht die beteiligten Menschen zu austauschbaren Sexualobjekten.
• Fortpflanzung, die von der Sexualität getrennt wird, macht den Menschen zu einem künstlichen Produkt im Interesse anderer und achtet nicht seine unverletzbare Würde.
• Die auf Lebenszeit angelegte Verbindung von Mann und Frau in der Ehe gibt den aus dieser liebenden Verbindung hervorgehenden Kindern den Lebensraum, in dem sie gedeihen und zu willkommenen Gliedern der Gesellschaft heranreifen können.
• Daher lehnen Bibel und Kirche sexuelle Beziehungen außerhalb der Ehe ab.
• Daher lehnt die Kirche die „Produktion“ von Embryonen außerhalb des Mutterleibs, gleich aus welchen Gründen, ab.
• Daher lehnt die Kirche die Tötung ungeborener Kinder durch Abtreibung ebenso ab wie ihre „Verwertung“ zu Forschungs- oder therapeutischen Zwecken.
• Was moralisch in sich verwerflich ist, kann nicht, wie im gegenwärtigen deutschen Gesetz zum Embryonenverbrauch, bis zu einem Stichtag erlaubt sein.
• Für die Medizin ist die Forschung an adulten Stammzellen für therapeutische Zwecke ein moralisch einwandfreier Weg.
• Für kinderlose Ehepaare ist die Adoption ein moralisch einwandfreier Weg zu Kindern.
• Die Erziehung der Kinder, vor allem im Religions- und Ethik-, aber auch im Biologieunterricht, muß diese Zusammenhänge wieder eindeutig darstellen.
• Dabei müssen Reinheit, Keuschheit und eheliche Treue wieder als grundlegende Werte vermittelt werden. Abzulehnen ist ein wertfreier zwangsweiser Sexualkundeunterricht, der das Erziehungsrecht der Eltern und das Schamgefühl der Kinder mißachtet.
• Die Erziehung durch die Eltern darf nicht durch eine staatlich gelenkte Fremd- und Ganztagserziehung ersetzt werden.
Wir appellieren an unsere Bischöfe: Beseitigen Sie in Ihrem direkten Verantwortungsbereich, in Schulen und Lehrerausbildung, in Lehrplänen und Lehrbüchern, sowie in beteiligten Verbänden alle der gesunden katholischen Moral entgegenstehenden Tendenzen.
Dulden Sie nicht, daß im Namen der katholischen Kirche an Kinder und Jugendliche von katholischen Einrichtungen Lehren herangetragen werden, die sich anstatt an der Lehre der Kirche am Zeitgeist orientieren.
Unser Appell gilt aber auch allen Menschen guten Willens:
Wie die Gegenwartsprobleme von der demographischen Katastrophe bis hin zur Kriminalstatistik zeigen, wird das einst christliche Europa binnen weniger Generationen untergehen, wenn es sich weiterhin der Umkehr zu den genannten Werten verweigert.
Vereinigung der Initiativkreise
kath. Laien und Priester im deutschen Sprachraum e.V.

Pro Sancta Ecclesia
Initiative kath. Laien und Priester e. V.
St.-Georg-Straße 7, D 86833 Ettringen