Wir dürfen bei den Wallfahrtstagen etwas erleben, das es in dieser Form in Altötting nur bei unseren Wallfahrtstagen gibt: Wir können jene Liturgie erleben, die den Heiligen Vater prägte und die er, wie wir u.a. aus seinen Büchern wissen, auch heute noch außerordentlich schätzt. Gerade für die katholischen Familien erweist sich die überlieferte Liturgie als ein tragfähiges Fundament ihres religiösen Lebens. Kinder und Jugendliche finden von jeher einen spontanen Zugang zu dieser Liturgie, weil sie spüren, hier gibt es keine peinliche Anbiederung, keine bedenklichen charismatischen Praktiken, keine Fixierung auf zweifelhafte Privatoffenbarungen und keine getarnte Schulstunde.
im überlieferten lateinischen Ritus nach und in Altötting
Wie es sich gehört, müssen wir mit der inneren Hinwendung zum Opfer Christi bei uns selbst beginnen. Dem dienen wieder die Fußwallfahrten mit hl. Messe, Gebet, Gesang, Betrachtung und Beichtgelegenheit. Auch bei den Wallfahrtstagen im Franziskushaus gibt es für diese Elemente geistlicher Hinwendung genügend Zeit. Darüber hinaus aber geben erfahrene Priester und kundige Laien Impulse und Argumentationshilfen für unsere Mitarbeit bei der Wende hin zur überlieferten hl. Messe.
Die Konzeption unserer Wallfahrt
Damit alle Katholiken, unabhängig von Fähigkeit oder Bereitschaft zu Fußmärschen, daran teilnehmen können, haben Sie wieder verschiedene Möglichkeiten: Eine Fußwallfahrt vom Westen, beginnend am Nachmittag des Fronleichnamsfestes. Oder Wallfahrtstage in Altötting selbst, beginnend am Freitagnachmittag. Gemeinsamer Höhepunkt ist das Pontifikalamt am Samstagnachmittag. Auch die Fußwallfahrer haben so die Möglichkeit eines längeren Aufenthalts in Altötting und eines geistlichen Ausklangs am Sonntag.
Missbrauchsfälle, das Grauen der Abtreibung, der „Ökumenische Kirchentag ", all das soll uns nicht entmutigen oder gar der Osterfreude berauben. Wenn wir Mißstände beim Namen nennen und ungeschminkt darstellen, so vermag das eine wahre Ostergesinnung nicht zu trüben: Die wahre Osterfreude verdrängt nämlich keineswegs die Existenz der Sünde und der Hölle. Vielmehr lebt diese Freude aus dem Wissen um die überwindende Liebe Gottes, die uns am Kreuz gezeigt hat, wodurch der Tod überwunden wird. Nur in der Nachfolge Christi, durch ein gottgefälliges Leben aus den Sakramenten, durch Gebet und Buße werden wir helfen können, Licht in das Dunkel unserer Tage zu bringen. Die Wallfahrt nach Altötting kann uns dabei helfen. Hier können wir Kraft schöpfen und unseren Glauben feierlich bekennen. Deshalb herzliche Einladung!
Wallfahrtstage in Altötting, Haus St. Franziskus:
Freitag, 04. Juni 2010:
Ab 16.00 Uhr Beichtgelegenheit
17.00 Uhr hl. Messe mit Predigt (Kirche Franziskushaus)
18.00 Uhr Pater Bernward Deneke FSSP: „Modelle der Einheit auf dem Prüfstand" (danach Abendessen)
20.15 Uhr in der Kirche: eucharistische Anbetung, Rosenkranz, Beichtgelegenheit
Samstag, 05. Juni 2010:
7.30 Uhr Stillmesse; Beichtgelegenheit (Frühstück)
9.00 Uhr Pater Michael Wildfeuer: „Die EINE Braut dessen, der die WAHRHEIT ist" (danach Kaffeepause)
10.30 Uhr Pater Dr. Markus Christoph SJM: „Der protestantische Katholik? Plädoyer für eine realistische Ökumene ohne Kompromiss."
12.00 Uhr Angelus, Mittagessen, Kaffee
15.00 Uhr Geistl. Rat Walter Lang: „Allerlösungstheorien"
16.30 Uhr Gnadenkapelle: Treffpunkt aller Wallfahrer (Priester und Seminaristen bitte mit Chorrock); Einzug in die Basilika.
17.00 Uhr Pontifikalamt in der außerordentlichen Form in der Basilika St. Anna.
Zelebrant: Erzbischof Wolfgang Haas (Liechtenstein) Liturgischer Dienst: Servi Jesu et Mariae Musikalische Gestaltung wie im Vorjahr: Jugendchor und -Orchester unter der Leitung von Pater Florian Birle SJM
19.30 Uhr Abendessen, danach Gelegenheit zur Teilnahme an der Lichterprozession (ab ca. 20.45 Uhr)
Sonntag, 06. Juni 2010:
8.00 Uhr Choralamt mit Predigt in der Kirche des St. Franziskushauses (Frühstück)
10.30 Uhr Pater Otto Maier SJM: „An der katholischen Moraltheologie geht kein Weg vorbei."
12.00 Uhr Angelus, Mittagessen, Ende der Wallfahrt
Anmeldungen zu den Wallfahrtstagen in Altötting: Damit Ihnen außer für Unterkunft und Verpflegung keine weiteren Kosten entstehen, wollen wir wieder auf eine Teilnehmergebühr verzichten. Um eine gefährliche, lähmende Abhängigkeit zu vermeiden, beantragen wir auch keine Gelder aus Kirchensteuermitteln. Wir vertrauen darauf, dass jene, die um die Bedeutung der Wallfahrt für den deutschsprachigen Raum wissen, aber nicht selbst kommen können, uns mit Spenden bei der Finanzierung helfen. Das Franziskus-Haus hat vorwiegend Einzelzimmer, die nach Reihenfolge der Anmeldung vergeben werden. Danach werden Sie an eine andere Unterkunft weitervermittelt.
Informationen und Anmeldung: Franziskus-Haus, Neuöttinger-Str. 53, D-84530 Altötting, Tel. 08671/980 0; Fax 08671/980 112.
Fußwallfahrt nach Altötting
Die Wallfahrt wird wieder geistlich geleitet von P. Harald Volk SJM und umfasst auch Betrachtungen zum Wallfahrtsthema. Die Wallfahrt beginnt an Fronleichnam, Donnerstag 03. Juni 2010 um 14.45 Uhr in Forsting, Brauereigasthof. (Forsting liegt zwischen Ebersberg und Wasserburg an der B 304. Von München HBF aus kann man die S-Bahnlinie 5 nach Ebersberg benutzen und Richtung Wasserburg weiterfahren). Zu Beginn der Fußwallfahrt hl. Messe im überlieferten Ritus zum Fronleichnamsfest, ähnlich am Freitag. Übernachtung in Gasthäusern oder Zelten. Der Weg führt über Wasserburg, Schnaitsee, Peterskirchen, Garching und Heiligenstadt nach Altötting. Dort am Samstag um 16.30 Uhr feierlicher Einzug und Teilnahme am Pontifikalamt (s. oben).
Anmeldungen und Informationen zur Fußwallfahrt Wir haben nur die wichtigsten Etappenziele angegeben. Sie können sich gegebenenfalls auch an einem späteren Treff- und Zeitpunkt anschließen. Wir empfehlen freilich wegen günstiger Unterbringungsmöglichkeiten eine frühzeitige Anmeldung. Bei Myriam Heger, Flensburger Str. 6, D-55252 Mainz-Kastel, T/F 06134/ 230 285. myriam_heger@web.de
Einheit kann es nur in der Wahrheit geben
Die 10. Wallfahrt im überlieferten Ritus fällt in eine Zeit verstärkter ökumenischer Bemühungen. Da ist zum einen der Versuch des Papstes, getrennten Christen ohne Abstriche an der geoffenbarten Wahrheit den Weg zur Rückkehr in das Vaterhaus zu ebnen. Zum anderen hält das sog. „Zentralkomitee der Deutschen Katholiken" zusammen mit entsprechenden protestantischen Gremien am einheitsfeindlichen Konzept der „versöhnten Verschiedenheit" fest. Die 10. Wallfahrt im überlieferten Ritus setzt ein Zeichen der Verbundenheit mit dem gerade in seiner Heimat geschmähten Papst und seinem Kurs. Bei den Wallfahrtstagen werden unter anderem die beim sog. „Ökumenischen Kirchentag" verdrängten Themen in den Vordergrund gerückt. Ein prominenter Prälat sagte einmal: „Die Einheit der Christen wird erst dann verwirklicht sein, wenn wir gemeinsam vor ausgesetztem Allerheiligsten einen Rosenkranz in der Meinung des Hl. Vaters beten." Bei aller ironischen Zuspitzung der Formulierung: So ist es.
Viele Priester sind bereit,
die überlieferte hl. Messe zu feiern
In den letzten Monaten hat sich abgezeichnet, daß es im deutschen Sprachraum wohl zwei- bis dreitausend vor allem jüngere Priester gibt, die in Erwägung ziehen, auch die überlieferte hl. Messe zu feiern. Diese Wende hin zur überlieferten Liturgie wird, selbst wenn sie weiterhin auch den Ritus von 1969 benutzen, ihre innere Einstellung verändern, so daß sie die hl. Messe wieder eindeutig als Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers Christi feiern
Unser besonderes Augenmerk muß den katholisch getauften Jugendlichen gelten. Da es den modernistisch orientierten Eltern, Priestern und Lehrern kaum irgendwo gelungen ist, ihre Ressentiments gegen die Tradition der Kirche weiterzugeben, sind diese Jugendlichen „unbelastet“. Freilich sind sie trotz ihrer Taufe in der Lebensführung oft „neuheidnisch“. Immerhin spüren viele von ihnen die Bedeutung der Religion für ihre Existenz. Sie sind prinzipiell auch offen für den kath. Glauben in seiner ganzen Fülle. Deshalb: Wenn schon ein Neuanfang gemacht wird, dann gleich am rechten, fruchtbaren Ort. Niemand will die formelle Gültigkeit der Meßform von 1969 in Frage stellen. Aber das Scheitern vor allem im deutschen Sprachraum praktizierter Formen, ihre Oberflächlichkeit und Fruchtlosigkeit, ist jedem Unvoreingenommenen inzwischen offenkundig. Deshalb sollten wir jene Jugendlichen nach Möglichkeit ohne Umwege gleich für die überlieferte hl. Messe gewinnen. Daß das gelingen kann, wissen alle dieser Liturgie verbundenen Kongregationen. Auch unsere Altötting-Wallfahrt bietet wieder eine wichtige Gelegenheit zu dieser Hinwendung.
Wenn Sie nicht nach Altötting kommen können,
aber diese Anliegen unterstützen wollen, …
… bitten wir Sie um Ihr Gebet in diesen Anliegen. Wir bitten Sie ferner, andere auf die Wallfahrt hinzuweisen. Wir schicken Ihnen gerne kostenlos weitere Exemplare dieses Faltblatts oder die „IK-Nachrichten“, die Sie monatlich über wichtige Entwicklungen in Kirche und Gesellschaft sowie unsere Initiativen auf diesen Gebieten informieren.
Pro Sancta Ecclesia – Für die Heilige Kirche
St.-Georg-Straße 7, D-86833 Siebnach
Bräustraße 3, A-4786 Brunnenthal
Ein Faltblatt mit dem vorstehend abgedruckten Wallfahrtsprogramm und weiteren Hinweisen kann, auch in größerer Stückzahl, bei uns angefordert werden. Bitte tragen Sie auch auf diese Weise zur Verbreitung unserer Anliegen bei!