Zum Nachdenken

Die älteste Marienerscheinung der Welt

Nuestra Senhora del Pilar - Saragossa

Die allererste Marienerscheinung ereignet sich bereits im Jahre 40, also nur wenige Jahre nach Tod und Auferstehung Jesu und zu einer Zeit, in der die Muttergottes noch auf Erden lebt.

Sie erscheint damals dem Apostel Jakobus, der gerade in Spanien wenig erfolgreich versucht, das Reich Gottes zu verkünden.

Schon wenige Jahre nach der Himmelfahrt Jesu hat sich der Apostel nämlich in die heidnischen Gebiete der römischen Provinz Hispania, dem heutigen Spanien, aufgemacht, um die Frohe Botschaft zu predigen. Seine Mission stößt aber auf viele Schwierigkeiten und der Heilige gerät darüber in große Verzweiflung.

Eines Nachts betet er deshalb am Ufer des Ebro in der Nähe der heutigen Stadt Saragossa, als plötzlich ein helles Licht erscheint. Jakobus kniet nieder, starrt in das Licht, und sieht inmitten dieser Helligkeit die Jungfrau Maria, umgeben von Tausenden von Engeln.

Sie spricht Jakobus Mut zu und versichert ihm, daß sein Wirken für Jesus am Ende viele Früchte tragen werde. Schließlich bittet sie ihn, an der Stelle, an der sie erschienen ist, eine Kirche zu erbauen. Zur Erinnerung läßt sie eine Jaspis-Säule mit einer kleinen Statue zurück, auf der sie mit einem Jesuskind in ihren Armen steht.

Dieses Ereignis ist als die Erscheinung „Nuestra Senora del Pilar“ (Unserer Lieben Frau von der Säule) in die Kirchengeschichte eingegangen, und die Stätte der Erscheinung wird zum ersten Wallfahrtsort Spaniens.

Bald nach diesem Geschehen beginnt der heilige Jakobus mit einigen Gefährten an der Erscheinungsstelle eine Kapelle zu errichten, die zur ersten Kirche wird, die jemals der Gottesmutter Maria geweiht wurde. Heute steht sie umfangreich erweitert als „Basilika Unserer Lieben Frau von Pilar“ in Saragossa und birgt die Säule mit der kleinen Statue der Muttergottes mit dem Jesuskind.

Nachdem Jakobus die kleine Kirche eingeweiht hat, kehrt er nach Jerusalem zurück, wo ihn im Jahr 44 Herodes Agrippa enthaupten läßt. Damit wird der heilige Jakobus zum ersten Märtyrer der zwölf Apostel. Seine Freunde und Jünger bringen den Leichnam zur endgültigen Beerdigung nach Spanien zurück. Dort wird der Heilige bis heute im nordspanischen Santiago de Compostela verehrt und Millionen Menschen pilgern seit Jahrhunderten über den Jakobusweg zu seiner Ruhestätte.

Im Zusammenhang mit dem Heiligtum der Muttergottes von Pilar werden im Laufe der Zeit viele außergewöhnliche Geschehnisse berichtet. Während des spanischen Bürgerkriegs 1936 etwa bombardieren die linksgerichteten Republikaner den Schrein, aber die Bomben, die auf die Kirche abgeworfen werden, explodieren nie.

Als bedeutendstes Wunder der Jungfrau von Pilar gilt ein Ereignis aus dem 17. Jahrhundert. Ein Bettler aus der Stadt Calanda namens Miguel Pellicer kann wegen eines amputierten Beins nicht mehr arbeiten. Er betet unablässig am Schrein um die Hilfe der Gottesmutter. Das ist nicht vergebens: sein Bein wird auf wundersame Weise wieder vollständig hergestellt.

Im Laufe der Jahrhunderte läßt die Kirche die Überlieferung der Marienerscheinung wiederholt prüfen und bestätigt sie. 1730 ist es Papst Clemens XII., der das „Fest Unserer Lieben Frau von der Säule“ für das gesamte spanische Reich einführt. Schließlich wird die „Virgen del Pilar“, die „Jungfrau von der Säule“ zur Patronin der gesamten hispanischen Welt erhoben und ihr Festtag auf den 12. Oktober gelegt, an dem in Spanien auch der Nationalfeiertag begangen wird.

Als junger Seminarist besucht auch der hl. Josefmaria Escrivá, der Gründer des „Opus Dei“, täglich das Heiligtum und bittet Maria um ihre mütterliche Führung. Die Mitglieder des „Opus Dei“ feiern deshalb bis heute den Festtag U. L. Frau von Pilar in ganz besonderer Weise.

(Quelle: Fatima Ruft 4/2020 Nr. 251)

 

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